Inlandtaipan
Der Inlandtaipan ist eine Schlange aus dem trockenen Landesinneren Australiens. Sein Gift gilt als das giftigste aller Schlangen der Welt. Trotzdem ist die Schlange meist scheu und begegnet Menschen nur selten. Sie lebt auf abgelegenen, heißen Lehmebenen. Deshalb sind Bisse sehr selten.1

So erkennst du es
- Meist insgesamt dunkel gelbbraun, je nach Jahreszeit von sattem Dunkelbraun bis bräunlichem Hellgrün.1
- Viele Schuppen haben breite, schwärzliche Ränder. Sie bilden unterbrochene, winkelförmige Muster, die am Körper schräg nach hinten und unten verlaufen.1
- Kopf, Schnauze und Hals sind dunkler als der Körper: im Winter glänzend schwarz, im Sommer dunkelbraun.1
- Die Schuppen sind glatt, ohne Kiele, und liegen in der Körpermitte in 23 Reihen.1
- Erwachsene Tiere sind im Durchschnitt etwa 180 cm lang (Gesamtlänge), größere Exemplare können 250 cm erreichen.1
Oft verwechselt mit: Der Küstentaipan (Oxyuranus scutellatus) ist ein naher Verwandter. Die Giftzähne des Inlandtaipans sind etwas kürzer, etwa 3,5 bis 6,2 mm. Der Küstentaipan lebt näher an dicht besiedelten Küstenregionen und begegnet Menschen häufiger.1
Giftkraft
Das Gift kommt beim Beißen durch die Giftzähne oder Zähne heraus.
Was macht sein Gift, wenn es beißt oder sticht?
Das Gift ist extrem stark und besonders darauf ausgerichtet, warmblütige Tiere zu töten. Tests an Labormäusen und an menschlichen Herzzellkulturen zeigen: Es ist giftiger als das Gift jeder getesteten Seeschlange. Ein einziger Biss enthält schätzungsweise genug Gift, um mehr als 100 erwachsene Menschen zu töten. Beutetiere werden durch das Gift fast sofort handlungsunfähig.1
Wie gefährlich ist es für Menschen?
Gefahr für Menschen: TödlichEines der gefährlichsten Tiere der Welt.Sein Gift gehört zu den stärksten aller Schlangen. Er ist aber meist scheu, zurückgezogen und ruhig. Weil er in abgelegenen Gebieten lebt, kommt er nur selten mit Menschen in Kontakt. Als in der Praxis gefährlichere Art gilt der Küstentaipan, wegen seines Verhaltens gegenüber Menschen und weil er näher an dicht besiedelten Küstenregionen lebt.1
Was macht es, wenn es Angst hat?
Er ist meist scheu und zurückgezogen und hat ein im Allgemeinen ruhiges Wesen.1
Wenn es beißt
- Druck-Immobilisation: Wickle eine feste elastische Binde über den Biss und dann über den ganzen Arm oder das ganze Bein, leg eine Schiene an und halte die Person völlig still, bis Hilfe kommt.
- Wasch den Biss nicht ab: Im Krankenhaus kann man das Gift auf der Haut testen, um das richtige Gegengift (Antiserum) auszuwählen.
Ruf immer zuerst deine Notrufnummer an (112, 000, 911). Das sind allgemeine Erste-Hilfe-Hinweise, keine ärztliche Beratung. Erste-Hilfe-Grundlagen
Bleib sicher
- Fass ein wildes Tier niemals an, fang es nicht und ärgere es nicht, auch kein kleines, und auch nicht, wenn es schlafend aussieht oder tot.
- Halte Abstand. Wenn du einem begegnest, bleib ruhig, geh langsam zurück und lass es seiner Wege gehen.
- Wenn dich eines beißt: Bleib ruhig, halt still, ruf deine Notrufnummer an (112, 000, 911) oder fahr schnell in ein Krankenhaus. Merk dir, wie es aussah, ein Foto hilft.
Es hat es nicht auf dich abgesehen. Es benutzt sein Gift, um Futter zu fangen oder sich zu schützen, und versteckt sich viel lieber. Mehr über Sicherheit
Wo auf der Welt?
Wie groß ist es?
Wie lang ist es?
so lang wie 2,5 Hunde von Nase bis Schwanz
so lang wie 14 Bananen hintereinander
könnte 100 Meter in 43 Sekunden schaffen (der schnellste Mensch braucht 9,6)Wie groß ist Inlandtaipan im Vergleich zu DIR?
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Wie schnell ist es?
Fakten
Ein einziger Biss enthält schätzungsweise genug Gift, um mehr als 100 erwachsene Menschen zu töten.1
Aufgrund von Labortests an Mäusen gilt er allgemein als die giftigste Schlange der Welt.1
Fast 90 Jahre lang galt er für die Wissenschaft als verschollen, bis er 1972 wiederentdeckt wurde.1
Seine Färbung ändert sich mit den Jahreszeiten: Im Winter ist er dunkler, so kann er besser Wärme aufnehmen. Im Sommer ist er heller.1
Der englische Name „Fierce snake“ (wilde Schlange) bezieht sich auf die Stärke seines Giftes, nicht auf sein Wesen.1
In Gefangenschaft lebt er meist 10 bis 15 Jahre. Ein Tier im Australia Zoo soll mehr als 20 Jahre alt geworden sein.1
Mythen-Check
Mythos: Das „fierce“ (wild) im englischen Namen bedeutet, dass er eine angriffslustige Schlange ist.
Wahrheit: Das Wort „fierce“ bezieht sich darauf, wie stark sein Gift ist. Die Schlange ist meist scheu und ruhig.1
Für Giftexperten
- Wissenschaftlicher Name
- Oxyuranus microlepidotus
- Gruppe
- Australische Schlangen
- Familie
- Elapidae2
- Ordnung
- Squamata
- Kontinente
- Australien & Ozeanien
- Babys
- Er legt Eier, meist 10 bis 24 pro Gelege, gewöhnlich in verlassenen Bauen von Säugetieren oder in tiefen Felsspalten.1
- Wie es ihm in der Natur geht
- Nicht gefährdet (Rote Liste der IUCN, 2018). In New South Wales gilt er als vermutlich ausgestorben, in Victoria als regional ausgestorben.1
- Gefahr für Menschen
- 5 / 5: Tödlich3
Woher die Fakten kommen
- Inland taipan (Wikipedia (CC BY-SA 4.0))
- Oxyuranus microlepidotus (iNaturalist): Namen und Klassifikation.
- Venom Wiki: die Gefahrenstufe, die typische Größe und die geschätzte Geschwindigkeit sind von uns. So berechnen wir sie: So bewerten wir die Gefahr.
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