Tigerotter
Die Tigerotter ist eine große, hochgiftige Schlange. Sie lebt im Süden Australiens, auch auf den Inseln vor der Küste und in Tasmanien. Ihren Namen hat sie von den schwarzen und gelben Bändern, die wie die Streifen eines Tigers aussehen. Ihre Färbung ist aber sehr unterschiedlich. Ihr Biss kann tödlich sein. Deshalb lernen Menschen in Australien, diese Schlange zu erkennen und vorsichtig mit ihr umzugehen.1

So erkennst du es
- Bändermuster aus dunkleren Bändern, die stark kontrastreich oder nur schwach zu sehen sind, in Farben von hell bis sehr dunkel.1
- Grundfarbe olivgrün, gelb, orangebraun oder tiefschwarz, mit hellgelber oder orangefarbener Unterseite.1
- In manchen Populationen gibt es Tiere ohne Bänder. Die Bänder allein sind also kein sicheres Erkennungsmerkmal.1
- Meist etwa 1,2 Meter lang, mit kräftigem Körper und stumpfem Kopf.1
Oft verwechselt mit: Die Farbe ist kein verlässliches Merkmal, um Tigerottern zu unterscheiden, nicht einmal zwischen ihren eigenen Unterarten. Eine genaue Bestimmung macht am besten ein Fachmann mit einem Schlangengift-Testkit oder durch Zählen der Schuppen.1
Giftkraft
Das Gift kommt beim Beißen durch die Giftzähne oder Zähne heraus.
Was macht sein Gift, wenn es beißt oder sticht?
Das Gift der Tigerotter enthält starke Neurotoxine (sie greifen die Nerven an), Koagulanzien (sie beeinflussen die Blutgerinnung), Hämolysine (sie zerstören Blutzellen) und Myotoxine (sie schädigen die Muskeln). Frühe Symptome sind örtliche Schmerzen im Bereich von Fuß und Hals, Kribbeln, Taubheitsgefühl und Schwitzen. Danach können ziemlich schnell Atemnot und Lähmungen folgen.1
Wie gefährlich ist es für Menschen?
Gefahr für Menschen: TödlichEines der gefährlichsten Tiere der Welt.Zwischen 2005 und 2015 gingen in Australien 17 % der Schlangenbisse, bei denen die Schlange bestimmt wurde, auf Tigerottern zurück. Bei 119 bestätigten Vergiftungen gab es vier Todesfälle. Tigerottern können für Menschen tödlich sein. Von allen Schlangen in Australien verursachen nur die Braunschlangen mehr Todesfälle durch Bisse. Eine Studie berichtete, dass ohne Behandlung 40 % bis 60 % der Gebissenen sterben.1
Gute Nachricht: Ärzte haben dafür ein Medikament (Gegengift) oder eine Behandlung.1
Was macht es, wenn es Angst hat?
Fühlt sich die Schlange bedroht, flacht sie ihren Körper ab und hebt den Kopf vom Boden an. Das ist die typische Haltung kurz vor einem Biss.1
Wenn es beißt
- Wende die Druck-Immobilisations-Methode an. Lege breite, dicke Binden über die Bissstelle an. Wickle dann weiter am Arm oder Bein hinunter und wieder zurück hinauf bis zur Achsel oder zur Leiste. Stelle die Gliedmaße mit einer Schiene ruhig. In Tasmanien muss die Schlange nicht bestimmt werden, weil dort dasselbe Gegengift gegen alle tasmanischen Schlangen wirkt.1
- Druck-Immobilisation: Wickle eine feste elastische Binde über den Biss und dann über den ganzen Arm oder das ganze Bein, leg eine Schiene an und halte die Person völlig still, bis Hilfe kommt.
- Wasch den Biss nicht ab: Im Krankenhaus kann man das Gift auf der Haut testen, um das richtige Gegengift (Antiserum) auszuwählen.
Ruf immer zuerst deine Notrufnummer an (112, 000, 911). Das sind allgemeine Erste-Hilfe-Hinweise, keine ärztliche Beratung. Erste-Hilfe-Grundlagen
Bleib sicher
- Fass ein wildes Tier niemals an, fang es nicht und ärgere es nicht, auch kein kleines, und auch nicht, wenn es schlafend aussieht oder tot.
- Halte Abstand. Wenn du einem begegnest, bleib ruhig, geh langsam zurück und lass es seiner Wege gehen.
- Wenn dich eines beißt: Bleib ruhig, halt still, ruf deine Notrufnummer an (112, 000, 911) oder fahr schnell in ein Krankenhaus. Merk dir, wie es aussah, ein Foto hilft.
Es hat es nicht auf dich abgesehen. Es benutzt sein Gift, um Futter zu fangen oder sich zu schützen, und versteckt sich viel lieber. Mehr über Sicherheit
Wo auf der Welt?
Wie groß ist es?
Wie lang ist es?
so lang wie 4 Hauskatzen von Nase bis Schwanz
so lang wie 11 Bananen hintereinander
könnte 100 Meter in 49 Sekunden schaffen (der schnellste Mensch braucht 9,6)Wie groß ist Tigerotter im Vergleich zu DIR?
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Wie schnell ist es?
Fakten
Bei einem Biss werden 35 bis 65 Milligramm Gift abgegeben. Für einen Menschen sind schon 3 Milligramm tödlich.1
Die Chappell-Island-Tigerotter ist der Riese der Art. Sie wird im Durchschnitt über 6 Fuß (etwa 1,9 Meter) lang.1
Tigerottern schwimmen, klettern auf Bäume und dringen in Gebäude ein.1
Tigerottern stehen in den meisten australischen Bundesstaaten unter Schutz. Wer eine tötet oder verletzt, kann mit bis zu 7.500 A$ bestraft werden.1
Tigerottern vertragen niedrige Temperaturen und können in wärmeren Nächten aktiv sein.1
Tasmanische Tigerottern sind eher ruhig, wahrscheinlich weil sie in kühleren Gegenden leben.1
Mythen-Check
Mythos: Man kann an der Farbe erkennen, um welche Art Tigerotter es sich handelt.
Wahrheit: Die Farbe ist von Tier zu Tier und je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich. Deshalb ist sie kein verlässliches Erkennungsmerkmal. Ein Schlangengift-Testkit oder das Zählen der Schuppen ist genauer.1
Für Giftexperten
- Wissenschaftlicher Name
- Notechis scutatus
- Gruppe
- Australische Schlangen
- Familie
- Elapidae2
- Ordnung
- Squamata
- Kontinente
- Australien & Ozeanien
- Babys
- Tigerottern bringen lebende Junge zur Welt, meist 20 bis 30 auf einmal. In einem außergewöhnlichen Fall bekam ein Weibchen aus dem Osten 64 Junge.1
- Gefahr für Menschen
- 5 / 5: Tödlich3
Woher die Fakten kommen
- Tiger snake (Wikipedia (CC BY-SA 4.0))
- Notechis scutatus (iNaturalist): Namen und Klassifikation.
- Venom Wiki: die Gefahrenstufe, die typische Größe und die geschätzte Geschwindigkeit sind von uns. So berechnen wir sie: So bewerten wir die Gefahr.
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